Definition Recruiting

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Definition Recruiting: Definition Personalbeschaffung, Rekrutierung, Recruitment"Anhand der Definition Recruiting mit den Recruiting-Zielen sowie den Aufgaben und Tätigkeiten im Recruiting-Prozess haben wir unser gesamtes Team strukturiert und strategisch neu aufgestellt."

Was ist Recruiting? Welche Ziele verfolgt das Recruiting? Welche Aufgaben umfasst das Recruiting?

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Recruiting definieren: Ziele, Prozess, Aufgaben und Tätigkeiten der Personalbeschaffung

Definition Recruiting, Personalbeschaffung, Rekrutierung, Recruitment mit Zielen, Prozess, Aufgaben und Tätigkeiten der Personalbeschaffung
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Wie wird Recruiting definiert? Welche Ziele hat das Recruiting? Welche Aufgaben hat ein Recruiter? Wie verläuft der Recruiting-Prozess üblicherweise? Welche Tätigkeiten auf Seiten des Recruitings verbinden sich damit?

Diese Fragen werden hier beantwortet. Wer für wissenschaftliches Arbeiten eine hilfreiche Definition für Recruiting benötigt, findet diese hier. Die Recruiting-Definition kann zudem in der Praxis für die Strukturierung und präzise Abgrenzung der Aufgaben aller Beteiligten einen Nutzen bieten.

Recruiting Definition, Ziele, Aufgaben, Prozess, Tätigkeiten

Wir vergegenwärtigen uns hierzu die Stellung des Recruiting im Prozess der gesamten Personalgewinnung, die Ziele des Recruitings sowie Aufgaben und Tätigkeiten der Recruiter im Recruiting-Prozess.

Personalbeschaffung, Rekrutierung, Recruiting, Recruitment

Personalbeschaffung ist das deutsche Wort für das, was im Englischen als Recruiting oder Recruitment bezeichnet wird. Der ebenfalls deutsche Begriff Rekrutierung wird im zivilen Bereich kaum verwendet. Heutzutage wird auch im deutschen Sprachraum fast ausschließlich der Begriff Recruiting verwendet. Es existiert daher kein Unterschied zwischen der Definition von Personalbeschaffung und den Definitionen von Rekrutierung, Recruiting und Recruitment.

Definition Recruiting

(zugleich Definition für Personalbeschaffung, Rekrutierung, Recruitment)
Mit Personalbeschaffung, Rekrutierung, Recruitment oder Recruiting werden die Aktivitäten zur Besetzung vakanter Stellen in einer Organisation bezeichnet.
Quelle: Wolf, G.: Employer Branding (2014), S. 30

Recruiting als Prozess-Teil

Mit dieser Definition von Recruiting wird die Abgrenzung zu Employer Branding, Arbeitgeberimage, Arbeitgeberattraktivität und Personalmarketing deutlich. Hinter all diesen Begriffen stehen unterschiedliche Aktivitäten. Es existiert also nicht nur der Recruiting-Prozess, verstanden als Prozess innerhalb des Recruitings. Das Recruiting ist auch selbst in einen übergreifenden Prozess eingebettet. Dieser übergreifende Prozess dient folgendem Ziel: Die hieran Beteiligten versuchen zu gewährleisten, dass sich die Organisation zu jeder Zeit verzögerungsfrei mit bestmöglichem Personal versorgen kann. Dies ist ein Prozess mit vier Aufgabenblöcken, wobei das Recruiting den vierten Block bildet:

  1. Arbeitsmarktstrategie definieren

    Das über allem stehende Ziel ist die Arbeitgeberattraktivität. "Die Arbeitgeberattraktivität einer Organisation bezeichnet, in welchem Ausmaß es von Außenstehenden als erstrebenswert erachtet wird, ihr als Arbeitnehmer anzugehören" (Definition Arbeitgeberattraktivität). Auf welche außenstehenden Bewerber-Zielgruppen das Unternehmen mit welchen Aspekten punkten will, wird in der Arbeitsmarktstrategie definiert.

  2. Das Arbeitgeberimage gestalten

    Das Employer Branding zielt darauf ab, das Bild (engl. image) des Unternehmens als Arbeitgeber in der Öffentlichkeit – kurz: das Arbeitgeberimage – an der Arbeitsmarktstrategie orientiert zu verändern. "Employer Branding bezeichnet den Prozess von Bildung, Aufbau und Positionierung einer Arbeitgebermarke" (Definition Employer Branding). Sobald die Arbeitgebermarke zutreffend positioniert, das Arbeitgeberimage entsprechend modifiziert und damit das Employer Branding abgeschlossen ist, beginnt die kontinuierliche, strategische Arbeitgebermarkenführung ("Employer Brand Management").

  3. Die Zielgruppen anziehen

    Der Employer-Branding-Prozess wird durch Arbeitgebermarketing-Aktivitäten auf der operativen Ebene flankiert. " Arbeitgebermarketing (synonym: Personalmarketing, Personalwerbung) bezeichnet die an Bedürfnissen und Erwartungen potenzieller Mitarbeiter orientierten operativen Maßnahmen, um den Personalbedarf einer Organisation zu decken." (Definition Arbeitgebermarketing). Beim Arbeitgebermarketing geht es darum, zum Unternehmen passende Bewerber-Zielgruppen anzuziehen (Person-Organization-Fit, kurz P-O-Fit).

  4. Recruiting: Bewerbungen erhalten, auswählen und einstellen

    Beim Recruiting steht hingegen der Person-Job-Fit (P-J-Fit) im Vordergrund. Alle vorgenannten Aktivitäten dienen der Anziehungskraft des Unternehmens auf die gewünschten Zielgruppen, die Recruiting-Aktivitäten hingegen fokussieren auf eine ganz bestimmte, jetzt gerade offene Stelle. Entsprechend stellt die obenstehende Definition von Recruiting, die als die am weitesten verbreitete und präziseste gilt, genau dieses Unterscheidungsmerkmal deutlich heraus.

Recruiting-Definition nutzen

An der Definition von Recruiting – die deutschen Begriffe „Rekrutierung“ und „Personalbeschaffung“ werden kaum noch verwendet – wird zudem deutlich: Das Recruiting befasst sich nicht mit langfristigen, breit aufgestellten Maßnahmen zur Arbeitgeberattraktivität. Recruiting fokussiert auf kurzfristige Aktivitäten zur konkreten Stellenbesetzung.

Dem Recruiting schließen sich chronologisch das Onboarding, die Einarbeitung und auch die Führung des neuen Mitarbeiters an. Da der neue Mitarbeiter jedoch dazu bereits die Schwelle zum Unternehmen überschritten hat, zählen diese Aufgaben nicht mehr zu dem vierphasigen Prozess zur Versorgung der Organisation mit bestmöglichem Personal.

Ziel des Recruitings

Es ist das erklärte Ziel des Recruitings, für die Besetzung der offenen Stellen mit bestmöglich geeigneten Personen zu sorgen.

    Recruiting-Ziel: Besetzung jeder Vakanz mit einer Person, die

  • den Stellenanforderungen in möglichst hohem Grad entspricht,
  • möglichst leistungsbereit ist und
  • möglichst gut ins Team passt

Das Ziel des Recruitings ist also keineswegs, eine möglichst große Anzahl an Bewerbungen zu generieren und diese den Vorgesetzten zur Entscheidung vorzulegen. Dies wird oftmals fälschlicherweise als Recruiting-Ziel verstanden, nicht selten sogar von Recruitern. Doch dies ist zum einen unwirtschaftlich und erhöht zum anderen das Risiko von Fehlbesetzungen. Die – nur theoretisch denkbare – Maximalerfüllung des Recruiting-Ziels wäre tatsächlich nur ein einziger Bewerber, der die genannten Anforderungen der freien Stelle optimal erfüllt.

Aufgaben des Recruitings

Die Aufgaben des Recruitings oder besser: die Aufgaben der Recruiter sind vielfältig und anspruchsvoll. Um das Recruiting-Ziel des „optimalen Matchings“ zu erreichen, muss sich der Recruiter mit allen hierfür erforderlichen Informationen versorgen.

Das sind einerseits Informationen über die zu besetzende Stelle und andererseits Informationen über die Kandidaten, die sich hierfür bewerben sollen oder sich hierfür beworben haben. Nur, wenn er diese Informationen besitzt, kann er die größtmögliche Übereinstimmung ermitteln. Dies ist keine triviale Aufgabe, denn all die benötigten Informationen liegen keineswegs auf der Hand.

Prozess des Recruitings

Die einzelnen Tätigkeiten der Recruiter sind anhand des typischen Ablaufs eines Recruiting-Prozesses erkennbar. Zuerst müssen die unternehmensseitigen Anforderungen an Bewerber für die zu besetzende Vakanz geklärt werden. Dann sind geeignete Kandidaten zur Besetzung der offenen Stelle zu finden, den besten hieraus auszuwählen und unter Vertrag zu nehmen.

    Recruiting-Prozess

  1. Analysieren der Stellenbeschreibung
  2. Erheben von Informationen über Team und Vorgesetzten
  3. Erstellen eines Anforderungsprofils
  4. Suchen der passenden Kandidaten
  5. Vorauswahl und Screening der Bewerber
  6. Auswahl und Prüfung der Bewerber
  7. Entscheidung über den einzustellenden Bewerber
  8. Unterbreiten des Arbeitsangebotes
  9. Einstellung des neuen Mitarbeiters
  10. Begleiten des Übergangs zum Onboarding

In vielen Unternehmen wird auch das Onboarding selbst als eine vom Recruiter noch durchzuführende Tätigkeit verstanden. Der Staffelstab kann selbstverständlich zu Beginn, im Verlaufe oder zum Ende des Onboardings an den Vorgesetzten und gegebenenfalls Mentoren bzw. Paten übergeben werden. Aber er muss übergeben werden, damit sich der erfolgreiche Recruiter wieder der Besetzung weiterer offener Stellen widmen kann.

» Nutzen Sie Recruiting-Literatur
» Lesen Sie Recruiting Studien und Fachartikel

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Recruiting Studien Fachartikel

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20 Recruiting Best Practices, Praxisbeispiele und Tipps

  1. Recruiting optimieren! Die 5 häufigsten Fehler im Recruiting. In: Lebensmittel-Praxis 08/09, S. 41. Neuwied: LPV 2020.
  2. Jetzt gute Mitarbeiter sichern! LPTV-Interview mit Gunther Wolf. In: LP TV, 12.05.2020.
  3. Mitarbeitende beschaffen und halten. Zürich: Zürcher Kantonalbank 2019.
  4. Arbeitgeberattraktivität. Wer bindet, gewinnt auch. In: Service Today 3. Dorsten: KVD 2019.
  5. Employer Branding Strategie und Maßnahmen. Expertenmeinung: Darauf sollten Sie in der Praxis achten. Interview mit Gunther Wolf. In: Die Druckerei Magazin. Neustadt a. d. Aisch: Onlineprinters 21.12.2018.
  6. Sind Sie sexy? Als attraktiver Arbeitgeber die besten Mitarbeiter halten, binden und gewinnen. In: bauelement+technik Jahrbuch, S. 46-51. Duisburg: RM Handelsmedien, 2018.
  7. Turbo für die Personalbeschaffung. Wie Sie die besten Mitarbeiter anziehen und gewinnen. In: schloss+beschlagmarkt 7. Duisburg: RM Handelsmedien, 2018.
  8. Wirksame Personalgewinnung mit der ZED-Formel. In: Haufe Akademie Blog. Freiburg: Haufe Gruppe 02.07.2018.
  9. Nachhaltig wirksames Employer Branding. In: werk:stadt 16. Bitterfeld-Wolfen: Unicepta 2017.
  10. Fachkräfte gewinnen: Weg mit der Gießkanne! In: Lebensmittel-Praxis 01. Neuwied: LPV 2017.
  11. Employer Branding. Deutliche Botschaften formulieren. In: Bergische Wirtschaft 04. Wuppertal, Remscheid, Solingen: IHK 2016.
  12. Personalmarketing nach der ZED-Formel. Zielgruppenspezifisch, Emotionalisierend, Differenzierend. In: Personal im Fokus 02. Bonn: BWRmed!a 2016.
  13. Employer Branding. Wie Arbeitgeber für Bewerber unwiderstehlich werden. In: Beratende Ingenieure 1/2. Düsseldorf: Krammer Verlag 2015.
  14. Employer Branding Kennzahlen: Wie Sie Ihre Arbeitgeberattraktivität messen. In: Personal im Fokus 01. Bonn: BWRmed!a 2015.
  15. Mitarbeiter anziehen, motivieren, binden: Emotionen entscheiden. In: Service Today 3. Dorsten: KVD 2014.
  16. Employer Branding in deutschen Unternehmen – Selbstläufer oder Notwendigkeit? Interview mit Gunther Wolf. In: Workforce Wiki, 22.7. Stuttgart: Interflex 2014.
  17. Der Arbeitgeber als Marke. Employer Branding als zukunftsweisende Personalstrategie. In: Workforce Wiki, 22.7. Stuttgart: Interflex 2014.
  18. Are you sexy? Wie Sie mit Maßnahmen der Mitarbeiterbindung Ihre Attraktivität als Arbeitgeber steigern. In: Bodymedia 1, Bruchsal: Horn Verlag 2014.
  19. Employer Branding: Wahre Schönheit kommt von innen. In: Arbeit und Arbeitsrecht 08. Berlin: Huss-Medien Verlag 2012.
  20. Grundlagen des Personalmarketings. In: HR-Magazin 1. Bad Homburg: Monster Deutschland 2012.
  21. Demografischer Wandel: Verdammt alte Welt. In: Personal-Center 04. Bad Homburg: Monster Deutschland 2011.
  22. Sind Sie ein attraktiver Arbeitgeber? In: Personal-Center 8. Bad Homburg: Monster Deutschland 2010.

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